Rund um den Giebichenstein

img_4185-1Mit“ Rund um den Giebichenstein“ wird der Leser in einen der  malerischsten und zugleich geschichtsträchtigsten Stadtteile von  Halle an der Saale und dessen unmittelbaren Umfeld entführt.  Sachliche Darstellung der Fakten, Interviews und  eine lockere Erzählweise wechseln geschickt einander ab. Auf seinen Tripps  rund um die gleichnamige Burg, deren Radius er bewusst auf  cirka 2 km beschränkt,  entdeckt der Autor neben historischen  Parks, der bizarren Flusslandschaft, steinernen Zeugen der  frühen und jüngeren Vergangenheit auch eine ausgesprochene   kulturelle, künstlerische und touristische Vielfalt, die in der  Dichte ihres Gleichen sucht. Er liefert nicht nur den   historischen Bezug gleich mit, sondern beleuchtet  auch und vor  allem die gegenwärtige Nutzung und zukünftigen Aussichten  der beschriebenen Objekte. Als Rolf-D.Klodt verblüfft  wahrnimmt, dass sich seine Wege auf seinen Streifzügen häufig mit denen  prominenter Bürger  der Stadt kreuzen, die  scheinbar magisch vom Ufer der Saale angezogen werden, beschließt er, auch sie  in sein Buchkonzept mit einzubinden. Zahlreiche Fotografien illustrieren die farbliche Vielfalt und  Schönheit der beschriebenen Gegend zu allen Jahreszeiten.

Seitenzahl: 134
Abmessung: 255mm x 215mm x 16mm
ISBN-13: 978-3954862801
ISBN-10: 3954862808


Leseprobe

…Bis es zu einem persönlichen Kontakt mit dem scheuen Künstler (Otto Möhwald) kam, sollten…  noch  einige Wochen ins  Land gehen.  In der Zwischenzeit begegnete ich ihm einmal in ungewohnter Mission in der Kaufhalle . Das neumodische  Wort  „Supermarkt“ geht ihm wahrscheinlich genau wie mir nur schwer über die Lippen. Es war in diesem  Umfeld das erste und einzige Mal. „Vielleicht ist seine Lebensgefährtin krank, oder seine Kinder und  Enkelkinder, die ihn sonst versorgen, sind verreist –Selbstversorger auf Zeit halt ,“ mache ich mir so meine  Gedanken.    Er betritt 5 Sekunden vor mir die selbstständig öffnende Doppeltür des Lebensmittelladens und geht scheinbar  sehr zielstrebig auf die Produkte zu, die er zu kaufen gedenkt. Das ist eine Vorgehensweise, die ich auch  bevorzuge. “Also ist er doch nicht das erste Mal hier“, korrigiere ich meine zuvor geäußerte Vermutung gleich  wieder. Im Verkaufsraum ist er meinen Blicken schnell zwischen den unzähligen Holzstiegen und Regalen mit  frischem Obst und Gemüse entschwunden. Nach gefühlten fünf Minuten treffen wir am Ausgang zufällig  wieder aufeinander. Er strebt der einzigen freien Kasse zu. Ich schließe mich ihm an. Etwas umständlich breitet  er die von ihm ausgewählten Lebensmittel auf dem Laufband aus. 5-7 Positionen. Nur Kleinigkeiten, wie mir  scheint. Eine Flasche Wein, eine Orange, ein Brot – was einem in einem Einpersonenhaushalt so am  Wochenende ausgegangen ist, eben. Beim Bezahlen scheint er in die gleiche Unsitte zu verfallen, wie meine  Frau. Ehe er das Portemonnaie gezückt hat, vergeht eine Ewigkeit. Dann fingert er umständlich im Fach für  Kleingeld herum, findet aber nicht die passenden Münzen. Entschließt sich schließlich, da alle Augen auf ihn  gerichtet sind, einen großen Euroschein hinzureichen. Etwas verlegen schaut er erst die junge Verkäuferin an,  dann den nachfolgenden Kunden. Also mich. Doch sein Blick streift bestenfalls meine Schulter. Dadurch kann  ich auch meinen heimlichen Wunsch, ihn anzusprechen, nicht umsetzen. Der Kassenbereich wäre wohl ohnehin  nicht der geeignete Ort und Zeitpunkt für einen Annäherungsversuch, schätze ich realistisch ein und hoffe auf  eine neue Chance.

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3 Gedanken zu “Rund um den Giebichenstein

  1. Das Buch „Rund um den Giebichenstein“ ist geschrieben von einem Hallenser für Hallenser und darüber hinaus für Halle-Besucher. Wie in seinen anderen Büchern auch, gibt es Pointen am laufenden Band, ohne jedoch die harte Realität zu verlassen. Dadurch ist das Lesen gesund, genau wie lachen gesund ist.
    Das Buch eignet sich für Halle-Marketing und könnte auch in jedem Halle-Hotel ausliegen. In Halleschen Buchläden gehört es auf den Tisch: „Bücher zum Schenken an Hallenser“.

  2. Zum Bersten voll war das Atrium der Villa Rabe an der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe bei der Lesung zum Buch ?Rund um den Giebichenstein? von Rolf-D. Klodt. Fasst 80 Interessierte lauschten am 25. April im Rahmen der Reihe ?Giebichenstein liest? dem Autor. Dabei konnten sie allerlei neue, interessante, erstaunliche und humorvolle Anekdoten aus dem schönen Viertel hören. Insbesondere natürlich zu dem geschichtsträchtigen Gelände der Christlichen Akademie selbst: Von der ehemaligen Baumwollspinnerei über das Kinderkrankenhaus Martha-Maria bis hin zum Neustart der heutigen Aus- und Weiterbildungsstätte für Gesundheits- und Pflegeberufe.
    Und dafür bedanken wir, die Mitarbeitenden der Christlichen Akademie, uns ganz herzlich bei Ihnen, lieber Herr Klodt. Wir wünschen Ihnen auch weiterhin spannende Erkundungstouren durch das Giebichensteinviertel, von denen wir hoffentlich bald lesen und hören werden.

  3. ..dem im Untertitel formuliertem Anspruch „Ein etwas anderes Halle Buch“ wird R.D.Klodt im Buch „Rund um den Giebichemnstein“…n icht zuletzt durch die gelungene Kombination von sachlich dargestellten Fakten, historischen Überlieferungen sowie persönlichen Gefühls- und Erlebniseindrücken gerecht.
    Es …ist gleichsam informativ und unterhaltsam geschrieben.

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